Purkwa – „Was bewegt schon ein Junge, der rappt?“

14. Januar 2010 § 2 Kommentare

Purkwa am Mic, Klappe, die Zweite!

Mit Gegensätze und Megaphon meldet sich der Rap-Revoluzzer zurück. Vorab aber noch ein paar Zeilen zu seinem Erstlingswerk. Auf „Piratensender“ störte der wenig abwechslungsreiche Flow und die ewig gleiche Stimmlage. Auf Albumlänge schlich sich ein Gefühl der Monotonie ein. Bei seinem aktuellen Album Gegensätze, wieder exklusiv von Crada produziert, scheint er aus den Kritiken gelernt zu haben. Purkwa verleiht seinen Worten jetzt mehr Nachdruck, wechselt häufig die Tonlage und spielt auch mehr mit seinem Flow. Dieses Manko konnte er zur Freude der Kritiker definitiv ausgleichen und weiß nun, wie er seine Hörer mitreissen kann. Von Revolution sollte auch nicht im Flüsterton gesprochen werden. Seine Texte gehen unter die Haut, wie beim ersten Album auch. Purkwa ist „back in the days“, macht dennoch wieder einen Schritt nach vorne. Dennoch wirkt es an manchen Stellen doch störend, wenn er mitten im Text ins Englische wechselt, zwar gekonnt, dennoch unerwartet. Wenn man sich bewusst macht, dass er vor allem englischsprachige MCs bevorzugt, könnte man es auch als eine Hommage an seine Lieblingskünstler werten.

« Den Rest dieses Eintrags lesen »

Purkwa schreibt gegen Sätze!

11. Januar 2010 § Ein Kommentar

(Teile des Interviews stehen auch als Video bereit, siehe Links unten)

Drei Jahre nach seinem Solo-Debüt „Piratensender“ erscheint das zweite Album „Gegensätze“ des Bayreuther MCs Purkwa. Der 27-Jährige, mit bürgerlichem Namen Tobias Hauffe, vertraute wieder ausschließlich auf das Können des Frankfurter Produzenten Cradas. Mix und Mastering der 14 Songs seiner Platte überliess er keinem Geringeren als sashliQ, aus dem Umfeld von Curse. Im Interview spricht er über Yanti Records, seine Liebe zu wirklichen Songs und natürlich, sein Album.

holg: Würdest du dich selbst als Che Guevara des Raps bezeichnen?

Purkwa: (lacht) Nein, definitiv nicht. Ich glaube zwar, dass der Kapitalismus als Idee gescheitert ist und als Idee schon immer falsch war. Aber was ich hier tue, ist nicht revolutionär. Zumindest nicht in meinen Augen. Ich würde mich als Antikapitalist bezeichnen, aber ich habe noch keine Antworten oder passende Reaktionen auf diese gescheiterte Idee gefunden. Auch im Hip Hop spiegelt sich das wieder, alles ist heute in dieser Idee gefangen. Jeder hat ein Profil auf Myspace, aber kaum einer von denen spielt wirklich live. Was ich außerdem ablehne, ist das in der Gesellschaft vorherrschende Stellvertretertum. Es ist die Aufgabe unserer Generation jetzt etwas zu ändern. Die bisherige Fehlentwicklung erfordert ein radikales Umdenken, aber leider scheitere auch ich zu oft an diesem Anspruch.

« Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort gegensätze auf by holg!.