Purkwa schreibt gegen Sätze!

11. Januar 2010 § Ein Kommentar

(Teile des Interviews stehen auch als Video bereit, siehe Links unten)

Drei Jahre nach seinem Solo-Debüt „Piratensender“ erscheint das zweite Album „Gegensätze“ des Bayreuther MCs Purkwa. Der 27-Jährige, mit bürgerlichem Namen Tobias Hauffe, vertraute wieder ausschließlich auf das Können des Frankfurter Produzenten Cradas. Mix und Mastering der 14 Songs seiner Platte überliess er keinem Geringeren als sashliQ, aus dem Umfeld von Curse. Im Interview spricht er über Yanti Records, seine Liebe zu wirklichen Songs und natürlich, sein Album.

holg: Würdest du dich selbst als Che Guevara des Raps bezeichnen?

Purkwa: (lacht) Nein, definitiv nicht. Ich glaube zwar, dass der Kapitalismus als Idee gescheitert ist und als Idee schon immer falsch war. Aber was ich hier tue, ist nicht revolutionär. Zumindest nicht in meinen Augen. Ich würde mich als Antikapitalist bezeichnen, aber ich habe noch keine Antworten oder passende Reaktionen auf diese gescheiterte Idee gefunden. Auch im Hip Hop spiegelt sich das wieder, alles ist heute in dieser Idee gefangen. Jeder hat ein Profil auf Myspace, aber kaum einer von denen spielt wirklich live. Was ich außerdem ablehne, ist das in der Gesellschaft vorherrschende Stellvertretertum. Es ist die Aufgabe unserer Generation jetzt etwas zu ändern. Die bisherige Fehlentwicklung erfordert ein radikales Umdenken, aber leider scheitere auch ich zu oft an diesem Anspruch.

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Donato – „Angst“ haben ist salonfähig!

6. Dezember 2009 § Ein Kommentar

Am vierten Dezember erschien das zweite Album von Donato, mit bürgerlichem Namen Marco Donato, auf dem Münchner Label Kopfhörer Recordings. Der 26-Jährige Dortmunder berichtet unter anderem über seinen E-Mail Kontakt mit Staiger, warum er nicht von der Musik leben wird und man mit illegalen Downloads rechnen muss.

holg: Bekannt wurdest du durch deinen Song „Schweigen“ auf Roey Marquis II. Produzentenalbum Momentaufnahmen III. Wie ging es nach 2004 für dich weiter?

Donato: Durch „Schweigen“ lernte ich viele Leute kennen, mit denen ich in der Folge arbeiten durfte, sei es mnemonic, Pal One, Trauma, Brisk Fingaz, Lunafrow und einige andere. Der Song hat mir geholfen, mit „Damals wie heute“ ein Album auf die Reihe zu stellen, was auch vier Jahre nach Veröffentlichung immer noch vielen etwas bedeutet. 2006 kam dann ein gemeinsames Album mit Inferno79 namens „Mond-Licht-Schatten“, durch das wir uns beide weiter innerhalb der Szene etablieren konnten. Nach der zwischenzeitlich eingeschobenen EP, Könige unter Blinden, mit mnemonic ist „Angst“ nun mein erstes Solowerk seit 2005.

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