Gegen den „Stock im A…“ – Alphabeat!

21. November 2009 § Ein Kommentar

Sie nervt der „Stock im A…“ mancher Szenegänger, sie sind in den 90ern hängen geblieben und trotzdem im Heute angekommen, sie sind eben Alphabeat. Die Bayreuther HipHop-Crew stellt sich vor.

Bekannt sind sie unter dem Namen Alphabeat Crew und sie sind aus Bayreuth: Desto (MC, der mit dem Mikrophon, bürgerlich Dominic Steinke und 19 Jahre alt) und Nasher (DJ, der an den Plattenspielern, bürgerlich Tobias Richter, ebenfalls 19), die seit 2004 ernsthaft zusammen Musik machen. Die Songtexte stammen selbstverständlich aus eigener Feder und DJ Nasher sorgt mit auf Soul-Samples basierenden Produktionen für Beats aus eigenem Hause.

Wann kann die Öffentlichkeit nun endlich mit einem Album eurerseits rechnen?

Alphabeat: Momentan ist es leider nicht so einfach, aber wir hoffen im nächsten Jahr. Vielleicht so ab Mitte des Jahres. Einen Namen hat unser Album ja bereits, „D.N.A“ für „Desto.Nasher.Alphabeat“!

Was bereitet euch „live on stage“ den größten Spaß?

Definitiv, wenn die Leute vor der Bühne richtig auf unsere Lieblingssongs abgehen und vor allem auch wenn wir unsere Message aus den Texten rüberbringen können.

Wie lange habt ihr gebraucht, um in der eingeschworenen Bayreuther Szene akzeptiert zu werden?

Das war für uns eigentlich kein schwerer Weg. Über Myspace haben wir erste Kontakte geknüpft, viele Sachen und Kontakte liefen auch über den Sickbird (soweitsogut). 2006 spielten wir dann unseren ersten Gig auf dem Umwelttag in Bayreuth.

Seid ihr der Meinung die Bayreuther Szene betreibt in gewisser Weise Inzucht mit ihrem Verhalten? Schließlich finden nicht in Bayreuth ansässige Künstler nur schwer Anschluss in eurer Szene.

Wir denken schon, dass viele hier einfach den berühmten „Stock im Arsch“ haben und nur auf einen bestimmen Sound stehen. Neue Sachen werden da weniger akzeptiert und das macht HipHop auch auf eine Art und Weise kaputt. Klar ist das schade, aber diese Probleme hat mittlerweile doch fast jede Stadt. Die lokalen Crews haben ihre Leute hinter sich und feiern doch nur sich selbst. Das ist auch ein Problem der heutigen Grundeinstellung zu HipHop, die Augen und Ohren sind nicht mehr offen für Neues.

Eine kleine Rätselfrage noch zum Schluss. Wie würdet ihr euren Sound beschreiben?

Beattechnisch bewegen wir uns Richtung DJ Premier, 9th Wonder oder J Dilla, haben aber trotzdem unseren eigenen Sound. Wir sind wohl in den 90er-Jahren hängen geblieben, in der berühmten „golden era“.

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erschienen in: Frankenpost – Junge Seite

http://www.frankenpost.de/nachrichten/jugend/mittendrin/art2840,1132380

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