Beitrag im ON AIR Magazin (Dez./Jan.)

19. Januar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Heute erschien die Januar Ausgabe des ON AIR Magazins. Mein kleiner Erstsemesterführer kam darin unter und ein wirtschaftlicher Jahresrückblick 2009.

Bereits im Dezember war ich mit dabei: Meine Chronik des Labelsterbens, mit einem exklusiven Statement von Samy Deluxe zu dem Thema. Sehr lesenswert!

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und hier direkt zu der Dezember Ausgabe

– Zu finden auf S. 39 /40


und hier direkt zu der Januar Ausgabe

– Zu finden auf S. 4 /5 und S. 16

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Chronik: Labelsterben 2009

10. November 2009 § 3 Kommentare

2009 – Das Jahr der sterbenden Rap-Labels!

Fast alle deutschen Rap-Stars gründeten in der Vergangenheit ein Label und einige von ihnen haben es früher oder später finanziell an die Wand gefahren. Doch in diesem Jahr hagelte es so viele Schreckensmeldungen wie noch in keinem Jahr zuvor.

Optik Records – RIP Februar 2009. 2002 gründete „Kool Savas“ sein Label und formte seitdem die “Optik Army“. Nach sieben Jahren musste der ehemalige Pimp-Legionär, aus finanziellen Gründen, den Betrieb einstellen.

Aggro Berlin – RIP April 2009. 2001 gründeten „Specter, Halil und Spaiche“ das Berliner Label. Nicht nur „Specter“ ging mit Artwork Design neue Wege, auch aus Vertriebs- und Marketingsicht haben die drei einen neuen Standard für Deutschland gesetzt. Nach acht erfolgreichen Jahren, kam im April der Faustschlag ins Gesicht für alle Aggro-Fans und auch für Szenekenner. „Aggro Berlin“, bis dato eine feste Größe in der deutschen Labellandschaft, schloß die Pforten. Anfangs für einen schlechten PR-April-Scherz gehalten, wartete man noch vergeblich auf eine Pressemeldung.

Deluxe Records – RIP Oktober 2009. Nachdem 2003 das Hamburger Label Eimsbush schließen musste, fackelte „Samy Deluxe“ nicht lange und gründete noch im gleichen Jahr ein eigenes Label. Anfang Oktober sickerte in einem Interview mit „Samy Deluxe“ durch, dass sein demnächst erscheinendes Mixtape der letzte Release durch Deluxe Records sein wird. Er möchte sich nun wieder mehr auf das Musik machen an sich konzentrieren, statt aufs Geschäft.

Bozz Music – RIP Oktober 2009. Es war im Jahr 2004, „er hatte einen Traum“. „Azad“ gründete ein eigenes Label um Straßenrap eine Plattform zu geben. Ende Oktober, pünktlich zu Halloween die Schreckensgeschichte überhaupt für Fans ehrlichen, wenn auch inhaltlich wenig abwechslungsreichen, Raps: „Bozz Music“ ist am Ende. „Azad“ lässt auf der Labelwebseite verkünden: „Die Zeit ist gekommen dieses Kapitel mit erhobenem Haupt zu schließen.“.

Wenn man ein wenig Ursachenforschung betreibt, könnten folgende Gründe ausschlaggebend gewesen sein. Die Banken- und Finanzkrise hat nun auch die Rap-Landschaft erreicht, möglicherweise hat es dem ein oder anderen Gründer auch an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen oder schlicht an qualifizierten Personal gemangelt. Noch wahrscheinlicher ist aber dass die Fans eine nicht zu unterschätzende Mitverantwortung tragen. Wer glaubt, die Künstler könnten sich von illegalen Downloads die Kühlschränke füllen, zahlt an Supermarktkassen auch mit Spielgeld. Fans, die gern mehr von ihrem Lieblingskünstler hören möchten, sollten zumindest die CD kaufen, damit neue Musik nachkommen kann. Zu den live Shows gehen und Merchandise kaufen ist generell Pflicht, denn hier kann man seinen Star oft noch am ehesten unterstützen.

Vielleicht waren die Künstler oder ihr Stil nicht mehr gefragt? Aber wie erklärt man sich in diesem Zusammenhang den durchschlagenden Erfolg eines Bushido? Dazu sollte dann eher die Band „Dimmu Borgir“ befragt werden.

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erschienen in: ON AIR Magazin

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